Als mich heute die Nachricht erreichte, dass nun auch Benjamin Köhler operiert werden muss und - so vermute ich - einige Wochen ausfallen wird, fragte ich mich kurz, ob denn wohl schon Silvester sei. Freddie Frintons Geist scheint jedenfalls von der erneuten Verletztenmisere bei der Eintracht an den Main gelockt worden zu sein, zumindest habe ich sein "same procedure as every year" aus Dinner for One unaufhörlich im Ohr, allerdings mit einem Ausrufezeichen am Ende.
Kurz nach dem letzten Saisonspiel wird bekannt, dass Christoph Preuß, der nach langer Verletzungszeit in der neuen Saison wieder angreifen wollte, wegen eines Knorpelschadens erneut operiert werden und um die Fortsetzung seiner Karriere kämpft. (FNP, 20.5.) Noch vor Saisonbeginn bricht sich dann der dritte Torwart Jan Zimmermann nach einem gerade kurierten Bänderriss in der Reha eine Rippe. (FNP, 25.6.)Ebenfalls vor dem Trainingsauftakt bekommt Aleksandar Vasoski eine Zyste an der Lunge entfernt bekommt und auch bei ihm wird darüber spekuliert, wann und ob er seine Karriere fortsetzen kann. (FR, 1.7.2008) Wenige Tage später fällt der eigentlich wiedergenesene Stammkeeper Markus Pröll aufgrund einer Folge des im Januar erlittenen Syndesmosesanrisses im linken Sprunggelenk ebenso überraschend wie mittelfristig aus, (kicker, 4.7.)
Ich traue mich kaum es niederzuschreiben, aber im Gegensatz zu den bekannten Wiederholungen von "Dinner for One" frage ich mich ängstlich, was als nächstes kommen wird? Im letzten Jahr traf es den wegen der Ausfälle von Chris, Vasoski und Kyrgiakos gerade frisch verpflichteten Aarón Galindo. Kein gutes Omen für Habib Bellaïd, aber vielleicht trifft es ja auch einen anderen Neuzugang?
Ich will nicht unken, aber ich fürchte am Ende wird Freddie Frintons Geist von Friedhelm Funkel Besitz ergreifen. Ich kann den überforderten und entkräfteten Funkel schon hören, wie er angesichts der nicht enden wollenden Verletztenliste murmelt: "I will do my very best."
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