Sonntag, 24. Mai 2009

Kehraus


Abseits der Diskussion darüber, wo Eintracht Frankfurt sich tabellarisch hin bewegen und stehen sollte, sehe ich den Klub mit dem Vereinspräsidenten Peter Fischer, dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und dem aufgrund seiner Zurückhaltung in der Öffentlichkeit in seiner Bedeutung sträflich unterschätzten Dr. Thomas Pröckl bereits seit Jahren außerordentlich gut aufgestellt. Gerade zwischen den beiden führenden Personen des Vereins und der Fußball AG - Fischer und Bruchhagen - passt in der Außendarstellung kaum das berühmte Blatt Papier.

Wer in den letzten Jahrzehnten Zeuge der teilweise hochnotpeinlichen und oft stillosen Vorgänge bei Eintracht Frankfurt wurde, kann sich bei diesen drei Herren nur bedanken. Boxhiebe vor laufender Fernsehkamera, Arbeitsverträge, die von angeblich auch sonst käuflichen Damen einem großen Boulevardblatt zugespielt werden, Kandidaten, die dem amtierenden Präsidenten im aktuellen Sportstudio vorwerfen, er habe "Leichen im Keller" sowie das ewige Bangen um die Erteilung der Lizenz für die erste oder zweite Bundesliga gehören der Vergangenheit an.

Dass das Ansehen von Eintracht Frankfurt in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich gestiegen ist, dass potentielle Sponsoren und Partner, die mit der Eintracht aufgrund ihrer Vergangenheit nichts zu tun haben wollten, nun mit der Eintracht zusammenarbeiten, ist das Verdienst der Verantwortlichen im Verein und der AG. Es ist das Ergebnis jahrelanger, kontinuierlicher Arbeit, die ich sehr wohl zu schätzen weiß.

Ich bin weiterhin nicht bereit, mir diese Arbeit und die daraus resultierenden, für jedermann sichtbaren positiven Ergebnisse, durch den Hinweis auf bestimmte, lange zurückliegende sportliche Erfolge "kleinreden" zu lassen. Zu oft wird mir gegenüber dieser Versuch von Menschen gestartet, die sich im Verlauf des Gesprächs gegen das Erinnern an die "alten Geschichten" mit dem Hinweis verwahren, das sei doch nun wirklich alles lange her. Für mich besteht darüber hinaus kein Grund, nicht darauf hinzuweisen, dass das fünfte Jahr Erstklassigkeit in Folge für Eintracht Frankfurt einen Erfolg darstellt. Man kann seinen Verein auch anders "kleinreden".

Das Ansehen, das sich Eintracht Frankfurt erarbeitet hat, und die damit verbundenen Erfolge, sehe ich seit Monaten gefährdet. Die Seriosität, die Verlässlichkeit, die Verschwiegenheit der handelnden Personen mögen auch nachvollziehbaren Gründen dem Boulevard ein Dorn im Auge sein, für Eintracht Frankfurt sind sie ein Segen.

Ein nicht zu überschätzender Teil des wiedergewonnenen Renommees, das die Eintracht nicht nur, aber gerade bei den Medien, Geschäftspartnern, Sponsoren und Spielern genießt, resultiert aus dem öffentlichen Auftreten und dem Gebaren des Führungspersonals. Im Gegensatz zu früheren Zeiten bleiben Geschäftsgeheimnisse Geschäftsgeheimnisse und Transferverhandlungen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, nur der tatsächliche Abschluss wird bekanntgegeben.

Allerdings sitzt - das ist eine Vermutung, die ich nachfolgend zu begründen versuche - mindestens ein "Maulwurf im Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Es steht zumindest fest, dass spätestens seit Mitte des letzten Jahres der Presse wieder vertrauliche Informationen zugespielt werden. Damals erklärte Heribert Bruchhagen bei der Verpflichtung von Ümit Korkmaz: "Ich bin deprimiert wegen einer Indiskretion." Er bekannte, dass er "kurzzeitig (..) sogar darüber nachgedacht (habe), den Transfer platzen zu lassen." (FAZ, 5.6.2008) Bruchhagen stand gegenüber Korkmaz und dessen Berater im Wort, denn die Eintracht hatte mit den beiden absolutes Stillschweigen vereinbart, um die Konzentration von Korkmaz auf das Eröffnungsspiel der Österreicher bei der EM nicht zu stören.

Der freie Journalist Josef "Peppi" Schmitt, der seit den 70ern des vergangenen Jahrhunderts über die Frankfurter Eintracht berichtet, schrieb daraufhin in der FAZ: "Die undichte Stelle hat es ziemlich sicher bei der Eintracht selbst gegeben. Am Dienstag hatte der Vorstandsvorsitzende Bruchhagen in einer kleinen Gesprächsrunde den Hauptausschuss des Aufsichtsrates, bestehend aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Becker, dem Vereinspräsidenten Peter Fischer und Reinhard Gödel, über den bevorstehenden Transfer informiert."

Im Sommer 2008 war ich mir nicht sicher, ob es sich hier um einen Maulwurf im Aufsichtsrat oder vielleicht um eine Plaudertasche aus der Geschäftsstelle gehandelt haben könnte. Wer auch immer dahinter steckte, die Indiskretionen setzten sich fort und der Kreis der Verdächtigen wurde für den aufmerksamen Leser immer kleiner. Und auch die Zeitpunkte der Indiskretionen stimmten nachdenklich.

Die Eintracht hatte beispielsweise gerade im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Rostock mit 1:2 n. V. verloren und stand in der Bundesliga auf dem vorletzten Tabellenplatz, als die FAZ am 24.9.2008 mit dieser Behauptung aufwartete: "Dem Südamerikaner kommt in der jüngeren Eintracht-Geschichte eine besondere Rolle zu, ist er doch der einzige Spieler im aktuellen Kader, der nicht auf ausdrücklichen Wunsch von Trainer Friedhelm Funkel verpflichtet worden ist. Es waren vielmehr einflussreiche Herren aus dem Aufsichtsrat, die zu Jahresbeginn 3,8 Millionen Euro für den Transfer des heute 22 Jahre alten Mittelfeldspielers bewilligt haben." (FAZ, 24.9.2008)

Herbert Becker, der Aufsichtsratsvorsitzende, widersprach dieser Darstellung in einem Interview mit dem Verfasser des oben zitierten Artikels, nachzulesen ist das allerdings erst in der FAZ vom 15.10.2008. Das Gerücht, Caio sei sogar gegen den Willen des Trainers verpflichtet worden, hatte sich in der Zwischenzeit jedoch verselbstständigt, Beckers Dementi kam zu spät: "Auch bei Caio hat Herr Funkel ja explizit betont, dass er diesen Spieler möchte. Und wir als Aufsichtsrat haben bis heute jeden Wunsch des Trainers erfüllt. Nur in zwei oder drei Fällen, als es darum ging, bestehende Verträge zu verlängern, haben wir nein gesagt - und das ist unser gutes Recht." (FAZ, 15.10.2008)

Herbert Becker indes, das steht für den Verfasser dieses Artikel im "Mag" fest, weil es ihm Ingo Durstewitz telefonisch bestätigt hat, konnte sich einmal selbst nicht zurückhalten und plauderte gegenüber Durstewitz von der Frankfurter Rundschau Aufsichtsratsinterna aus: "Der Aufsichtsrat muss allerdings Investitionen von mehr als 500.000 Euro absegnen. Das hat er in der Vergangenheit fast immer anstandslos getan, nur zweimal legte er sein Veto ein. Die avisierten Vertragsverlängerungen von Marko Rehmer und Benjamin Huggel blockierte er." (FR, 12.1.2009)

Das geschah zu der Zeit, als die Vertragsverlängerung von Friedhelm Funkel ein Thema war, und richtete sich gegen die Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Eintracht Frankfurt Fußball AG, der weiterhin standhaft behauptete: "In den fünf Jahren, die ich bei der Eintracht tätig bin, wurde nie ein Vorschlag des Vorstands abgelehnt." (sid, 13.1.09) Möglicherweise haben beide recht: Bruchhagen hat die Vertragsverlängerung nie vorgeschlagen, sondern nur die Wünsche des Trainers im Aufsichtsrat vor und zur Diskussion gestellt und eine ablehnende Reaktion des Kontrollorgans erhalten.

Schwerer wog schon damals, dass just zu diesem Zeitpunkt der "kicker" wieder eine alte, aber leicht veränderte Insiderinformation aus dem Archiv holte: "Dieses Ende drohte schon vor dem Nachholspiel gegen Karlsruhe am 22. Oktober. Da waren sich Bruchhagen und Funkel einig, dass der Trainer bei einer Niederlage seinen Rücktritt erklärt." (kicker, 12.1.2009)

"Vergessen" hatte der "kicker" im Januar leider einen Teil seiner ursprünglichen Meldung aus dem Oktober 2008, die alles andere als unwichtig war - die Quelle und das Dementi der Betroffenen: In Aufsichtsratskreisen wird kolportiert, dass es ein Gentlemens Agreement zwischen Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und dem Trainer gäbe, das eine einvernehmliche Trennung vorgesehen hätte. Was Bruchhagen offiziell dementiert: "Dem war nicht so." Und auch Funkel bekräftigte am Sonntag vehement: "Ich wäre nie und nimmer nach einer Niederlage zurückgetreten." (kicker, 27.10.2008) Seltsamerweise wurde diese Geschichte zuerst im Oktober nach den beiden wichtigen Siegen der Eintracht gegen den KSC und in Cottbus veröffentlicht, als gerade wieder etwas Ruhe eingekehrt war.

Herbert Beckers offener Angriff auf den von Bruchhagen unterstützten Trainer - "Die Art und Weise, wie mit ihm (Caio) umgegangen wurde, ist eine Katastrophe." - sowie die über den "kicker" lancierte Meldung, Funkel könne wegen seiner Kritiker im Aufsichtsrat das Handtuch werfen, ließen mich schon im Januar aufhorchen. Bruchhagen bezeichnete den "kicker"-Artikel zwar als "Schuss in den Heuhaufen aus heiterem Himmel", doch gleichzeitig gestand er gegenüber der Süddeutschen Zeitung ein, dass es bei Funkel "Gedanken dieser Art mal" gegeben habe, Funkel diese jedoch nach seiner Überzeugung nicht verwirklichen werde. Es blieb und es bleibt auch heute noch die Frage, wer dem "kicker" die überholten Gedankenspiele des Trainers zugänglich gemacht und warum er dies getan hat. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass es jemanden oder einigen im Aufsichtsrat schon längst nicht mehr "nur" um den Trainer ging.

Dieser Eindruck hat sich nun in dieser Woche verstärkt. Fest steht für mich, dass es im Aufsichtsrat mehrere Personen gibt, die sich der gesetzlichen Verpflichtungen, die sich aus dem Aktiengesetz ergeben, nicht bewusst zu sein scheinen: Ihre Sorgfaltspflicht gegenüber der AG, dessen Vorstand sie kontrollieren sollen, verpflichtet sie nämlich unter anderem zur Verschwiegenheit.

Die Art und die Weise, in der manch Eintrachtfan in den letzten Wochen seine Kritik am Eintracht-Trainer vorgebracht hat, fand ganz gewiss nicht meine Billigung, zumindest haben aber genug von ihnen - wenn auch meist in Gruppen - im Stadion mit ihrem Gesicht für ihre Meinung eingestanden. ""Ganz anders als einige der Männer im Aufsichtsrat, die oftmals zwar hinter vorgehaltener Hand mit den Medien sprachen, aber auf jeden Fall anonym bleiben wollten. So hat mach einer die Trennung von Trainer Funkel schon vor der Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gegeben und sogar behauptet, dass am Samstag gegen den HSV nicht mehr Funkel, Sondern Alexander Schur und Frank Leicht auf der Tribüne sitzen werden. Die Wahrheit konnte jeder sehen, aber in manchen Momenten ist sie gar nicht so einfach herauszufinden." (FAS, 24.5.2009)

Ingo Durstewitz, dem im Übrigen daraus, dass er seine Arbeit als Journalist getan hat, nichts, aber auch überhaupt nichts vorzuwerfen ist, veröffentlichte diese Information aus dem Aufsichtsrat am Mittwoch als erster - und lag damit nur teilweise richtig: "Funkel (soll) mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden werden, berichtet die Frankfurter Rundschau auf ihrer Internetseite." (focus.de) Das allerdings stellte sich bei der Pressekonferenz am Donnerstag als Fehlinformation heraus, wie die Frankfurter Rundschau am 22.5.2009 klarstellte: "Auch da gab es am Mittwoch andere Darstellungen. Da hieß es, Funkel werde mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden." Eine Fehlinformation, die die Presse von mindestens einem Aufsichtsratsmitglied bekommen hatte, womöglich von mehreren, denn es war nicht nur einer aus diesem Organ der AG, der seinen Rand nicht halten und die Pressekonferenz nicht abwarten konnte.

Die FAZ spricht in ihrer Ausgabe vom 21.5.2009 ebenso von "gezielten Indiskretionen von Aufsichtsratsmitgliedern" wie die FNP vom 22.5.2009. Die bestätigte, dass die Meldung über die Trennung vom Trainer "durch gezielte Indiskretionen aus dem Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten schon am Mittwoch bekannt wurde.

Der Vorstandsvorsitzende, der zusammen mit dem scheidenden Trainer einen mehr als ordentlichen Abschied verabredet hatte, sah seine Absichten torpediert. Die gemeinsam gefundene Sprachregelung und die vom Aufsichtsrat per Beschluss genehmigte Trennung wurde nun in Frage gestellt. Was war wirklich geschehen? Eine Klarstellung des Vorstandsvorsitzenden, die man nach den vorangegangenen Indiskretionen glauben konnte, denen man aber nicht zwingend folgen musste: Bruchhagen verwahrte sich dagegen, der Aufsichtsrat habe letztlich die Trennung durchgesetzt: «Die Geschäftspolitik betreibt der Vorstand – sonst niemand. Der Vorstand hat am Dienstag die Entscheidung gefällt, der Bitte von Herrn Funkel nachzukommen. Am Mittwoch wurde der Aufsichtsrat informiert.» (FNP, 22.5.2009)

Erwartungsgemäß sieht das nun nicht nur ein Teil der Fans anders, sondern auch ein Teil der Presse: "Am Mittwochmittag war dann aber durch Indiskretionen des Aufsichtrats die bevorstehende Trennung von Funkel an die Öffentlichkeit gelangt, so dass beide Parteien am Donnerstag zum Handeln gezwungen waren." "Hartnäckig hielten sich gestern Gerüchte, wonach der 60-Jährige den Trainer sogar vor dem morgigen Spiel gegen den Hamburger SV hatte beurlauben wollen, um damit einer geforderten Ablösung Funkels bei der Aufsichtsratssitzung am Montag zuvorzukommen. Vom Aufsichtsratschef Herbert Becker, der als Gegner Funkels gilt und mit einigen Kollegen dessen Vertragsverlängerung nur zähneknirschend zugestimmt hatte, wollte sich Bruchhagen den Kurs in der Trainerfrage offenbar nicht diktieren lassen. Erst gestern Morgen, nachdem Funkel wohl schon entlassen worden war, setzten einige Mitglieder des Aufsichtsrats durch, dass der Mann aus Neuss auch morgen im Spiel gegen den HSV noch auf der Bank sitzt." (welt.de)

Den Spekulationen wurde Tür und Tor geöffnet, zum Vorteil gereicht das Eintracht Frankfurt sicher nicht. Die Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden klingt in diesem Zusammenhang gelinde gesagt wie eine Untertreibung, aber was soll er tun? Noch mehr Öl ins öffentliche Feuer gießen? „Diese ganzen Ereignisse sind sicher nicht schön“, sagte ein mitgenommen wirkender Bruchhagen. (FAZ, 21.5.09) Bruchhagen bleibt in der Öffentlichkeit nur, bei seiner Darstellung der Dinge zu bleiben: "Der Vorstand hat am Dienstag die Entscheidung gefällt, der Bitte von Herrn Funkel nachzukommen. Am Mittwoch wurde der Aufsichtsrat darüber informiert." (ard.de)

Ich dagegen muss mir diese öffentliche Zurückhaltung nicht auferlegen, zumal meiner Meinung nach hier - neben der notwendigen qualitativen Verstärkung des Kaders bei einem um angeblich 2 Millionen Euro gekürzten Etat im den Bundesliga- Profibereich für die nächste Saison - die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Und man kann schlechterdings zur Tagesordnung übergehen, als wäre nichts gewesen, wenn neben den fortgesetzten Indiskretionen aus dem Kontrollorgan der AG "ein Mitglied des Aufsichtsrats gar am Donnerstag während der Pressekonferenz SMS-Mitteilungen an Journalisten verschickte und darin seine Sicht der Dinge" mitteilte. (FAZ, 22.5.09)

Wie ich bereits gestern geschrieben habe, muss man sich das einmal vorstellen: Während der Vorstandsvorsitzende den Pressevertretern einen gemeinsam gefassten bzw. vom Aufsichtsrat bestätigten Beschluss vorstellt, hält es Mr. Handyman aus dem Aufsichtsrat für notwendig, seine eigene kleine Pressekonferenz per Mobiltelefon abzuhalten.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat die Dimension dieser Vorgänge ebenso richtig erkannt wie der Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Becker: "Aber dass zwischen Vorstand und Aufsichtsrat inzwischen vor allem Zwietracht herrscht, ist unübersehbar. Das sorgt für unnötige Arbeit. Aufsichtsrat-Chef Herbert Becker stand in dieser Woche für kein Interview zur Verfügung - er war da mit beschäftigt, die Maulwürfe zu suchen. Viel Glück!"

Mit Glück wird diese Suche, so hoffe ich, wenig zu tun haben. Es ist doch so, dass sich einige Herren - wie auf der Provinzbühne Frankfurt üblich - sehr wichtig nehmen. Dass ihnen das Herausstellen ihrer angeblichen Bedeutung, ihre Selbstdarstellung leider auch wichtiger ist als Eintracht Frankfurt wird ihnen früher oder später zum Verhängnis werden - irgendeiner babbelt immer, irgendwann. Die Welt ist ein Dorf, sagt man, Frankfurt ganz besonders, sage ich.

Auf den Vorsitzenden und die Mitglieder des Aufsichtsrates kommt nun eine Zeit zu, in der sie sich zuallererst einmal über ihre Aufgaben, ihre Verantwortung und ihre Verpflichtung gegenüber Eintracht Frankfurt klar werden sollten. Eintracht Frankfurt haben diese Herren allesamt zu vertreten und nicht sich selbst, schon gar nicht dann, wenn sie in einem demokratischen Prozess in ihrem Gremium den Kürzeren gezogen haben.

Gerne wird von den Selbstreinigungskräften der Kurve gesprochen, wenn man einer kaum überschaubaren Ansammlung von mehreren tausend Menschen, die oft nur die Liebe zu ihrem Verein verbindet, die Verantwortung für jeden Einzelnen unter ihnen zuweisen möchte. Es ist ganz sicher nicht zuviel verlangt, wenn man einem gewählten Aufsichtsrat, der aus lediglich 9 Personen besteht, diese Selbstreinigung auch zumuten will. Wie in der Kurve muss und soll diese nicht öffentlich erfolgen, aber erfolgen muss sie, mit sichtbaren Ergebnissen. Wenn nicht sollten die Vertreter des Vereins, die im Aufsichtsrat der Fußball AG sitzen, auf der nächsten Jahreshauptversammlung gefragt werden, wie der Aufsichtsrat mit den fortgesetzten Indiskretionen umgegangen ist.

Die "Party" ist vorbei, es ist Zeit für den Kehraus.

19 Kommentare:

Tom hat gesagt…

Lieber Kid,

ein wichtiger Beitrag von Dir, dessen Inhalt mir ja durch eine gezielte Indiskretion am GD bereits gestern in Teilen bekannt geworden ist. :-)

Inhaltlich ist dem kaum etwas hinzuzufügen, nachdem Du ja auch den heutigen FAS-Beitrag ("Herr Becker übernehmen Sie!") schon berücksichtigt hast, den ich heute früh auch gelesen habe und natürlich gleich an Dich denken musste.

Allenfalls kann man schmunzelnd auf den kleinen Lapsus im Eingangsabsatz verweisen, wo du versehentlich Heribert Bruchhagen zum AR-Vorsitzenden machst. Wäre ja vielleicht eine Lösung für die Zukunft.

Allerdings ist der durch die Finanzmarktkrise gebeutelte Gesetzgeber gerade dabei, eine Karenzzeit von zwei Jahren beim Wechsel vom Vorstands- in den Aufsichtsratsvorsitz zu beschließen. Ende offen, da es hiergegen erhebliche Widerstände aus maßgeblichen Wirtschaftskreisen gibt (FAZ 23. Mai 2009 Seite 13 "Zwölf Manager wehren sich gegen härtere Auflagen").

Und noch eine weitere kleine Anmerkung aus aktienrechtlicher Sicht. Unser AR besteht aus 9, nicht aus 8 Mitgliedern, wie auch Dein Link zeigt.

Nach § 95 AktG besteht der AR aus grundsätzlich aus 3 Mitgliedern. Die Satzung kann aber eine bestimmte höhere Zahl festlegen, die Zahl muss aber durch drei teilbar sein.

Das sind aber Kleiigkeiten. Ein sehr wichtiger Beitrag. Dass es bis jetzt dennoch an Kommentaren fehlt (gefehlt hat?), ist vielleicht der Konkurrenz des Konfirmationssonntags geschuldet.

HeinzGründel hält gerade eine vielbeachtete Rede, wir hatten heute vormittag ca. 700 Gäste in der Kirche. Es gibt halt nicht nur unsere Eintracht.

Herzlichen Gruß
Tom

Kid Klappergass hat gesagt…

Vielen Dank für die Korrekturen, Tom, und die zusätzlichen Informationen. Und danke, dass du dir für deinen ausführlichen Kommentar Zeit genommen hast, an einem Tag, an dem du mit Recht anmerkst, dass es nicht nur unsere Eintracht gibt. :-)

Gruß vom Kid, natürlich auch an "MyHeinz", dem ich nicht nur die Karte für gestern schulde, sondern auch das Geld dafür. Sorry, Uli, das ist völlig untergegangen.

PS: Zur "gezielten Indiskretion" am GD, Tom, muss ich noch etwas loswerden. Diese habe ich nach dem Spiel deutlich gelassener vorgetragen als vor der Partie. Vor dem Spiel war ich wohl nicht weniger als eine Zumtung, so geladen wie ich aus verschiedenen Gründen war.
Ein aufrichtiges "Sorry" von mir an die, die mich da ertragen mussten, besonders an meinen zu recht "gereizt"en Eintracht Archiv-Mitstreiter Thomas, der die volle Ladung abbekommen hat.

Tom hat gesagt…

Noch etwas anderes:

Will ich eigentlich wirklich genau wissen, was bei der Trennung von Funkel wirklich geschah?

Ich weiß es nicht. Funkels starker Abgang war eigentlich ganz großes Kino. Der freiwillige Rückzug, um die Mannschaft zu schützen, der aufrechte würdevolle Abtritt. Nach fünf Jahren ein Stoff, aus dem Legenden gestrickt werden.

Ist das die ganze Wahrheit?

Nein, so ganz genau will ich das alles nicht wissen. Oder?

"If the legend becomes fact, print the legend"

ThorstenW hat gesagt…

Hallo Kid,

danke für diesen Beitrag. Ich muss zugeben, dass ich bis dahin die Dimension der Sache ein wenig unterschätz habe. Nun wird mir auch klar, warum Du gestern, und das zu recht, ein wenig aufgebracht warst, ob der oben geschilderten Vorgänge.

Ich nehme mal an, dass es morgen im AR zu einer Aussprache kommen wird. Ich habe die Hoffnung, vielleicht zu naiv, dass die Herren irgendwann selber merken, welches Ei Sie sich da ins Netz gelegt haben. Mal sehen, ob auch aus dieser Sitzung wieder Heckenschützen "live" berichten. Wundern würde es mich nicht.

rotundschwarz hat gesagt…

@Tom: „If the legend becomes truth...“ Genau so sehe ich das auch. Das Zitat stammt ja sinnigerweise aus dem Western „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“. Für denjenigen, der in den Augen der Öffentlichkeit den gefürchteten Revolverhelden Liberty Valance erschossen hat, ist seine "Tat" der Beginn eines überaus erfolgreichen Lebens, er heiratet die Frau, die er liebt, ist beruflich erfolgreich und glücklich. Sein Freund, der Liberty Valance tatsächlich erschossen hat, verliert die Frau, die auch er liebt an den "Helden", er stirbt vereinsamt und verlacht. Der Versuch, die Geschichte nach dessen Tod aufzuklären, in der Öffentlichkeit zu verbreiten, wird von dem Journalisten, dem der vermeintliche Held die wahre Geschichte erzählt, abgelehnt. Es gibt Situationen, in denen ist es gut, etwas zu wissen und es trotzdem (oder gerade deshalb) nicht öffentlich zu verwenden. Dadurch wird nichts „wieder gut“. Ich hab oft über diesen Film nachgedacht und mich mit seiner „Botschaft“ gequält: Sie ist bedrückend und erschreckend – und in der Konsequenz zutiefst moralisch und menschlich. "If the legend becomes truth..."

Was immer hinter den Kulissen war, müssen die klären, die es betrifft, schon um weitere Intrigenspiele abzuwenden. Ich nehme an, die Fronten bei den Eintrachtverantwortlichen sind seit den vergangenen Tagen (noch) deutlicher geklärt als das vielleicht bisher der Fall war und die handelnden Personen wissen, was sie voneinander zu denken und künftig zu tun haben. Aufklärung ist wichtig, Strippenzieher und Möchte-Gern-Macher hatten wir in der Vergangenheit wahrlich genug - gerade die jetzige Umbruchssituation erfordert hohe, hohe Achtsamkeit.

Gerade deshalb sollte der Rücktritt von Friedhelm Funkel jedoch genau so wie er am Donnerstag in der Pressekonferenz vermittelt worden ist, wahr genommen – oder soll ich sagen : für wahr genommen - werden. Mich hat es gefreut, es erschien mir wie eine zumindest kleine Genugtuung, als ich am Donnerstagabend in den verschiedenen Newstickern gelesen habe, dass die Nachricht der PK in der außerfrankfurterischen Öffentlichkeit offensichtlich genauso angekommen ist, wie sie gedacht war: „Friedhelm Funkel verlässt Eintracht Frankfurt.“ Mich hat es nicht gefreut, was ich am gleichen Tag in der FR gelesen habe: Dort wurde genau in dem Moment, in dem Friedhelm Funkel den Rahmen der PK für einen integren, loyalen und sauberen Abschied von der Eintracht genutzt hat, sofort wieder auf die am Vortrag exklusiv vermeldete Nachricht der Demission Funkels mit sofortiger Wirkung verwiesen und die Freiwilligkeit des Rücktritts in Frage gestellt. Mag sein, dass man damit üble Machenschaften im Hintergrund aufdecken wollte - objektiv gesehen ist man damit Friedhelm Funkel (und indirekt auch Heribert Bruchhagen) in den Rücken gefallen bzw. hat ihnen einen Bärendienst erwiesen. Was bei dieser Darstellung hängen geblieben ist, ist nicht der Versuch, die Machenschaften der von dir beschriebenen „Handy-Männer“ aufzudecken, sondern die Botschaft: Von wegen – freiwillig zurückgetreten ist er, der Funkel – rausgeworfen haben sie ihn.

Deswegen: Friedhelm Funkel hat zum Saisonende Eintracht Frankfurt verlassen. Und damit gut.

Markus hat gesagt…

Schade, dass man anscheinend ausgerechnet im AR aus den Chaostagen der Vergangenheit nichts gelernt zu haben scheint. Ich frage mich allerdings, wie man diese Lecks tatsächlich identifizieren will, was ja zwingend erforderlich ist um sie dann auf welchem Weg auch immer zu entfernen. Journalisten sind was ihre Quellen angeht relativ vorsichtig, und auch wenn ich davon ausgehe dass vereinsintern Namen kursieren, dürfte der Nachweis schwer fallen.

Alles in allem eine Sauerei, vielleicht sollte man den AR tatsächlich auf die Mindestanzahl von drei reduzieren, um potentielle Löcher gar nicht erst entstehen zu lassen. Mir kann jedenfalls niemand erzählen, dass man diese neun Personen tatsächlich alle benötigt.

Frank hat gesagt…

Danke Kid. Und möge das Haar auf deinen Zehen auch in der nächsten Saison nie schütter werden.

Frank

Stefan hat gesagt…

Großartige Recherche, Kid. Vielen Dank. Möge sich ein jeder selbst ein Bild machen.

@rotundschwarz
Wenn diese Botschaft so in der FR rübergekommen ist, mag das vielleicht sogar beabsichtigt worden sein. Ob man damit Friedhelm Funkel oder Heribert Bruchhagen "in den Rücken fällt" spielt dabei keine Rolle. Genausowenig, ob man ihnen so einen "Bärendienst" erwiesen hat.

Das alles ist nicht Aufgabe einer Zeitung. Sonst kommt man doch nur wieder in den Verdacht, "Hofberichterstattung" zu betreiben.

pipapo hat gesagt…

Danke, dass du das Thema auch hier behandelst. Sollte diese Woche nicht dazu führen dass einige Personen aus dem AR "aus privaten Gründen" das Gremium in der nächsten Zeit bedauerlicherweise verlassen, werde ich unruhige Wochen und Monate haben.
Ob sich der VV der AG das lange antut, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.

Und schon nehmen Verschwörungstheorien ihren Lauf, wo es doch vermutlich nur um Kurzschlüsse geht.
Ein paar anders verlegte Leitungen könnten ja Wunder wirken. Aber was weiß ich schon.

Anonym hat gesagt…

Wie wird man so Aufsichtsräte eigentlich los? Wer wählt die genau, wie oft, und weswegen grade die?

Tom hat gesagt…

rotundschwarz:
Ja, der "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" ist ein großartiger Film, der mich auch immer wieder sehr beschäftigt hat. Das Zitat kam deshalb auch alles andere als zufällig.
Ob der äußerlich erfolgreiche Senator Stoddard alias James Stewart übrigens wirklich glücklich geworden ist, lässt der sehr melancholische Film m.E. durchaus offen.
Das würde jetzt hier aber den Rahmen sprengen, wenn ich mich dazu näher auslasse. Ich halte mich zurück. Wenn ich bei meinen Lieblingsthemen bin, bin ich sonst nicht mehr zu stoppen. Vielleicht bei anderer Gelegenheit ... :-)

Martin H. hat gesagt…

Danke für den Beitrag.
Ich teile die Gedanken und hoffe auf (an-)geordnete Selbstreinigung.

Goyschak hat gesagt…

Wieso die Eintracht Frankfurt Fussball AG bei ihrem Umsatz und (wild geraten) 200 Mitarbeitern neun Aufsichtsratsmitglieder besitzt, erschließt sich mir sowieso nicht.

In der "echten" Wirtschaft nennt sich das Overhead, oder pointierter ausgedrückt, einfach Wasserkopf.

Laut Wikipedia ist ein Wasserkopf eine "krankhafte Erweiterung der liquorgefüllten Flüssigkeitsräume des Gehirns".

Ich bin dafür, die Krankheit zu heilen, d.h. den Aufsichtsrat auf ein gesundes Maß zurechtzustutzen. Dann gibt es auch weniger potentielle Maulwürfe.

rotundschwarz hat gesagt…

@Stefan: Ich denke mal, bei diesem Thema haben wir einfach eine unterschiedliche Auffassung.

@Tom: Ich bin mir auch sehr sicher, dass Senator Stoddard nicht wirklich glücklich geworden ist. Zumal er die Frau, die er liebt, zwar bekommen hat, sie aber eigentlich immer nur Tom Donifan geliebt hat. Ich glaub sogar, dass ... Jedenfalls kann es keine Erlösung durch Aufklärung geben – für keinen der drei. Es ist wie es ist und sie müssen genau so damit leben und sterben. Vielleicht hat sogar Donifan… aber du hast recht, das sprengt den Rahmen ,-) Würd mich auch freuen, wenn sich mal eine andere Gelegenheit dafür ergibt :-)

SGE_77 hat gesagt…

Ich war eine Woche im Urlaub (in weiser Vorraussicht) und habe diese Posse nicht mitbekommen.

Dazke Kid fuer diese Aufarbeitung der Geschehmisse. Ich fuehle mich an ganz dunkle Zeiten erinnert. Ich hoffe, es werden jetzt die noetigen Konsequenzen gezogen.

Gruss,

SGE_77

Anonym hat gesagt…

In der FAZ wurde heute ein Kommentar mit dem Titel "Aufgerissene Gräben" veröffentlicht:

"Wer im Profifußball auseinandergeht und sich dabei ohne Gram in die Augen schauen kann, darf sich glücklich schätzen. Schmutzige Trennungen gibt es hier viele, saubere nicht. Friedhelm Funkel und Heribert Bruchhagen haben eine Trennung in gegenseitigem Respekt und Anerkennung hinbekommen. (..) Auch Funkels Mannschaft (..) hat nie gegen den Trainer gespielt. Anders sieht es mit dem Aufsichtsrat aus. (..) Nun dürfen die Herren aus dem Hintergrund natürlich kritisieren, hinterfragen, fordern. Einige aber haben im Verborgenen Politik gemacht, anonym torpediert, Gräben aufgerissen. (..) Offen bleibt, welche Gräben nicht mehr zugeschüttet werden können. Welche Spuren die Angelegenheit hinterlassen hat, speziell bei Bruchhagen.

Der wichtigste Mann bei der Eintracht, der große Stabilisator, ist nicht beschädigt, aber womöglich ist er entnervt. (..) Bruchhagen ist vom Wohlwollen und von der Zustimmung des Aufsichtsrats abhängig. Es dürfte diesem Fußballfachmann allerdings schwerfallen, jeden Winkelzug in seiner direkten Umgebung gutzuheißen. Von Leuten, die mit Sicherheit überfordert wären, einen Bundesligaverein zu führen. Die kaum in der Lage sein dürften, die Eintracht auf Kurs zu halten, weder finanziell noch sportlich. Und die womöglich brasilianische Spieler per se für Heilsbringer halten, weil es ja so viele gibt und sie auch einen haben wollen. Bruchhagen hat einen Vertrag, der noch einige Jahre gültig ist. (..) Aber er ist auch interessant für andere Vereine, die allesamt wissen, was er kann. Es ist Eintracht Frankfurt zu wünschen, dass diese Einschätzung an den entscheidenden Stellen mehrheitsfähig ist. Mit Funkel hat das nichts zu tun."

Kid Klappergass hat gesagt…

Danke für eure Kommentare!

PS: Anonym, soweit ich weiß, werden die Aufsichtsräte von den Gesellschaftern der Eintracht Frankfurt Fußball AG entsendet. Gesellschafter sind Eintracht Frankfurt e.V. sowie die "Freunde der Eintracht AG". Mit Stand Dezember 2006 sah die Verteilung so aus: "Seit dem Ausstieg des Sportvermarkters Octagon als Aktionär der Eintracht Frankfurt Fußball AG werden die Aktien zu 72 Prozent von Eintracht Frankfurt e.V. – dem Mutterverein – und zu 28 Prozent von den "Freunden der Frankfurter Eintracht" gehalten, deren Gesellschafterkreis sich neu formiert hat und nunmehr aus Bernd Ehinger und Claus Wisser sowie den Unternehmen BHF-BANK AG, DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Fraport AG, Landesbank HessenThüringen Girozentrale (Helaba) und B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG besteht." (Quelle: fraport.de)

Goyschak hat gesagt…

Aha. Kommen so die 9 Aufsichtsräte zustande?

Die Freunde der Eintracht sind 8 verschiedene Gruppen / Personen:
1. Ehinger
2. Wisser
3. BHF
4. DZ
5. DZG
6. Fraport
7. Helaba
8. Metzler
+
9. e.V.

Kann man die 9 Aufsichtsräte namentlich zuordnen?

ChrisW hat gesagt…

Es sind nur 7 verschiede, da DZ Bank die Abkürzung für Deutsche Zentralgenossenschaftsbank ist.
Ansosnten kann man auch die meisten Aufsichtsräte zuordnen, wobei, wie üblich in AR einige Querverbindungen gibt.
Allerdings ist nicht unbedingt jeder Anteilseigner vertreten, da ein Aufsichtsrat in der Regel auch die Verhältnisse der Anteile wiederspiegelt.
Eine Zuordnung dürfte etwa wie folgt aussehen:
1. Ehinger - Ehinger ,war klar ;-)
2. Wisser - ?
3. BHF - Vandreike, in BHF Stiftung, aber auch Politik (SPD), ehem Bürgermeister und Sportdezernent FFM
4 DZ-Bank - Gödel, dieser ist VV der VR-Leasing, die wiederrum zum Teil Tochter der DZ ist
5. Fraport - Becker (ehem Vorstandsbeauftragter Fraport) evtl. auch Politik (SPD), war mal Bürgermeister von Zeppelinheim - allerdings vor 40 Jahren
6. Helaba - ?
7. Metzler - Reschke (Aufsichtsrat, früher pers. haftender Gesellschafter) aber auch Politik (CDU Landesschatzmeister)
8. e.V. - Peter Fischer, Axel Hellmann, Dieter Burkert
Für mich nicht zuzuordnen: Andreas Melcher (Mastercard Deutschland)
Evtl. weiß ja noch jemand was.
Grüße
ChrisW

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