Gut, für die Eintracht, dass Dr. Peter Kunter die unrechtmäßige Kündigung nicht akzeptieren wollte: Mit Tilkowski im Tor wäre sie in jener Spielzeit vielleicht abgestiegen.
Dr. Kunter setzte sich am Ende im Zweikampf mit Tilkowski durch. Nachdem Tilkowski die ersten 5 Saisonspiele im Kasten stand übernahm Kunter bis zum Ende der Vorrunde den Posten zwischen den Pfosten. Ab dem 27. Spieltag löste er Tilkowski, der bis dahin die gesamte Rückrunde gespielt hatte, wieder und damit endgültig ab.
Vor dem 28. Spieltag stand die Eintracht nach einer 0:1-Niederlage beim Tabellenletzten in Nürnberg selbst auf einem Abstiegsrang. Kalla Wirths Eigentor in der ersten Spielminute sorgte für das Abrutschen auf Rang 17.
Mit Peter Kunter im Tor startete die Eintracht bis Saisonende eine Serie von 7 Spielen ohne Niederlage, nur gegen Hannover (0:0) und in Lautern gab es Unentschieden. Beim 2:2 auf dem Betzenberg erzielte - wer sonst? - der zu Saisonbeginn in die Pfalz gewechselte Atze Friedrich nach Frankfurter 2:0-Führung in der Schlussviertelstunde beide Lauterer Treffer. Die anderen 5 Partien wurden jedoch allesamt gewonnen.
Den Auftakt machte nach Toren von Hölzenbein, Nickel und Grabowski ein 3:2-Sieg gegen den bereits erwähnten 59er Vizemeister, der am Ende der Saison mit Nürnberg den Gang in die zweite Liga antreten musste, während die Eintracht sich mit ihrem furiosen Endspurt noch auf Rang 8 schieben konnte. Von den 16 Eintrachttoren in diesen sieben Spielen erzielten die von Kunter im Mai 1968 noch abwartend beurteilten Youngster Nickel (6), Kalb (2) und Hölzenbein (1) allein 9 Treffer - Jürgen Grabowski steuerte vier Tore bei.
Peter Kunter, der sichere Rückhalt der Frankfurter in der entscheidenden Phase des Kampfes um den Klassenerhalt, wurde ab der Saison 1969/70 Stammtorhüter der Eintracht und mit dieser 1974 DFB-Pokalsieger.
Dass Kunters Kündigung durch die Eintracht in Vergessenheit geraten ist, stimmt mich nicht traurig. Sehr schade finde ich dagegen, dass vielen bei der Nennung des Namens unseres "fliegenden Zahnarztes" nur seine Körpergröße oder Geschichten mit Kontaktlinsen einfallen. Viel zu oft wird eine seiner größten Leistungen vergessen, als er im Abstiegskampf der Saison 1970/71 am 33. Spieltag beim Vizemeister von 1959 die gegnerischer Spieler zur Verzweiflung brachte und dafür sorgte, dass die von Nickel und Hölzenbein herausgeschossene Führung nach 90 Minuten Bestand hatte. Dieses Spiel von Dr. Kunter hätte vor allem anderen Erwähnung verdient.
Aber nicht alle haben es vergessen. Es gibt einen Grund, warum einigen bei der Suche nach dem besten Eintrachttorhüter der Nachkriegszeit neben Egon Loy und Uli Stein auch immer der Name Dr. Peter Kunter einfällt. Er hat es verdient.
(Die Sammelbilder hat Frank aus seinem Eintracht-Archiv zur Verfügung gestellt.)
Dr. Kunter setzte sich am Ende im Zweikampf mit Tilkowski durch. Nachdem Tilkowski die ersten 5 Saisonspiele im Kasten stand übernahm Kunter bis zum Ende der Vorrunde den Posten zwischen den Pfosten. Ab dem 27. Spieltag löste er Tilkowski, der bis dahin die gesamte Rückrunde gespielt hatte, wieder und damit endgültig ab.Vor dem 28. Spieltag stand die Eintracht nach einer 0:1-Niederlage beim Tabellenletzten in Nürnberg selbst auf einem Abstiegsrang. Kalla Wirths Eigentor in der ersten Spielminute sorgte für das Abrutschen auf Rang 17.
Mit Peter Kunter im Tor startete die Eintracht bis Saisonende eine Serie von 7 Spielen ohne Niederlage, nur gegen Hannover (0:0) und in Lautern gab es Unentschieden. Beim 2:2 auf dem Betzenberg erzielte - wer sonst? - der zu Saisonbeginn in die Pfalz gewechselte Atze Friedrich nach Frankfurter 2:0-Führung in der Schlussviertelstunde beide Lauterer Treffer. Die anderen 5 Partien wurden jedoch allesamt gewonnen.
Den Auftakt machte nach Toren von Hölzenbein, Nickel und Grabowski ein 3:2-Sieg gegen den bereits erwähnten 59er Vizemeister, der am Ende der Saison mit Nürnberg den Gang in die zweite Liga antreten musste, während die Eintracht sich mit ihrem furiosen Endspurt noch auf Rang 8 schieben konnte. Von den 16 Eintrachttoren in diesen sieben Spielen erzielten die von Kunter im Mai 1968 noch abwartend beurteilten Youngster Nickel (6), Kalb (2) und Hölzenbein (1) allein 9 Treffer - Jürgen Grabowski steuerte vier Tore bei.Peter Kunter, der sichere Rückhalt der Frankfurter in der entscheidenden Phase des Kampfes um den Klassenerhalt, wurde ab der Saison 1969/70 Stammtorhüter der Eintracht und mit dieser 1974 DFB-Pokalsieger.
Dass Kunters Kündigung durch die Eintracht in Vergessenheit geraten ist, stimmt mich nicht traurig. Sehr schade finde ich dagegen, dass vielen bei der Nennung des Namens unseres "fliegenden Zahnarztes" nur seine Körpergröße oder Geschichten mit Kontaktlinsen einfallen. Viel zu oft wird eine seiner größten Leistungen vergessen, als er im Abstiegskampf der Saison 1970/71 am 33. Spieltag beim Vizemeister von 1959 die gegnerischer Spieler zur Verzweiflung brachte und dafür sorgte, dass die von Nickel und Hölzenbein herausgeschossene Führung nach 90 Minuten Bestand hatte. Dieses Spiel von Dr. Kunter hätte vor allem anderen Erwähnung verdient.Aber nicht alle haben es vergessen. Es gibt einen Grund, warum einigen bei der Suche nach dem besten Eintrachttorhüter der Nachkriegszeit neben Egon Loy und Uli Stein auch immer der Name Dr. Peter Kunter einfällt. Er hat es verdient.
(Die Sammelbilder hat Frank aus seinem Eintracht-Archiv zur Verfügung gestellt.)
2 Kommentare:
Der vorletzte Absatz stimmt (leider): all zu oft wird vergessen, dass 'der Doc' sich 11 Jahre lang im BL-Tor behauptet hat, dass er sich gegen Tilkowski (und wohl auch gegen Präsident Gramlich) durchgesetzt hat und dass er, mit nur wenigen Ausnahmen, sehr viele großartige Spiele für die Eintracht geliefert hat. Dazu mit immer relativierenden Betrachtungen zu Vollprofis, Starkult, Unsommen im Transfergeschäft und überhaupt mit gesunder Distanz zum (schönen) Spielchen Fußball.
Es freut mich, dass dieser Eintrag doch noch einen Kommentar erhalten hat. Und dazu so einen schönen. Vielen Dank.
Gruß vom Kid
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