Montag, 15. Juni 2009

Ein Bestandteil der Mannschaft


Am Samstag habe ich in meinem Blogeintrag "Regen in der Sommerpause" geschrieben: Christoph Preuß hat - im Gegensatz zu Oka - aus Gründen, die ich nicht kenne, immer noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Dafür hat er aber am 1. Juni 2009 wieder mit dem Lauftraining beginnen können.

Heute lese ich dann in der FAZ Erstaunliches: Einer der Eintracht-Profis, die sich zuletzt in einer Art Grauzone bewegt haben, ist Christoph Preuß. Der variable Mittelfeldspieler, auch als Verteidiger einsatzfähig, ist der Spieler mit der längsten Krankenakte und der umfangreichsten Leidensgeschichte. Trotzdem hat der 27 Jahre alte Familienvater eine Zukunft bei der Eintracht. Unlängst ist sein Vertrag auch deshalb um ein weiteres Jahr verlängert worden, „weil er sich auch bei mir großer Wertschätzung erfreut“, wie Skibbe sagt. (FAZ, 15.6.2009)

Wann, bitte, war "unlängst", habe ich mich gefragt, und ob es von der Eintracht zu Vertragsverlängerungen keine Pressemitteilungen oder keine Meldung auf eintracht.de mehr gibt? Okas Vertragsverlängerung, die ja zeitgleich mit der von Preuß im kicker vom 25.5.2009 in Aussicht gestellt wurde, hat die Presseabteilung der Eintracht Frankfurt Fußball AG am 28.5. auf eintracht.de bekannt gegeben.

Um sicher zu gehen, habe ich bei Stefan nachgefragt, in dessen Blog-G ich mich bekanntlich gerne lesend und manchmal kommentierend herumtreibe. Stefan ist zwar - auch wenn das immer wieder falsch verstanden wird - kein Journalist, aber "Quellen" hat er schon.

Eine dieser "Quellen" hat etwas getan, was ich bei Journalisten ungemein schätze: Sie hat sich die Zeit genommen, die nicht zuletzt für einen Journalisten immer knapp ist und im Zeitalter des Internets immer knapper wird, und hat recherchiert.

Demnach ist - entgegen der Meldung in der FAZ - bisher "noch nichts schriftlich fixiert" wurde, Christoph Preuß geht aber davon aus, "in der nächsten Saison ein Bestandteil der Mannschaft zu sein".

Das hoffe ich sehr, Christoph!

Nachtrag, 23:00 Uhr
Christoph Preuß in der Frankfurter Rundschau von morgen: "Es ist ein Heranführen ans Jogging". Zu Beginn joggte er eine Minute und ging dann vier, zurzeit joggt er drei Minuten und geht deren zwei. Die Intensität wird langsam gesteigert, Anfang Juli, wenn er 28 Jahre alt wird, soll er dreimal wöchentlich 20 Minuten joggen können. "Dann bin ich auf dem Stand eines Hobbysportlers", sagt er.(..) "Ich habe große Hoffnung, denn bisher läuft alles so, wie ich es mir erträumt habe. Ich hatte Rückschläge einkalkuliert, aber die blieben Gott sei Dank bisher aus. Es fühlt sich alles sehr, sehr gut an." (..) "Irgendwann wird es so weit sein, dass die Nummer vier auf den Rasen zurückkehrt." (..) "Es ist noch nichts schriftlich fixiert, aber ich gehe davon aus, dass ich auch in der neuen Saison ein Bestandteil der Mannschaft bin".

3 Kommentare:

Fritsch hat gesagt…

Richtig, Kid: Das hoffe ich sehr, Chriostoph!

Alles andere wäre nicht erklärbar. Mir nicht erklärbar. Und aus diesem Grund wage ich es nicht einmal das zu denken.

Viele Grüße in die Klappergass und an Christoph, der hier eine verdiente & würdige Heimstatt gefunden hat (Danke dafür Kid!),
Fritsch.

DeJan hat gesagt…

Hier ist es noch mal SAW, auch die Sache mit dem Benny.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/eintracht_frankfurt/1798509_Koehler-operiert-Vasoski-beim-Arzt-Neues-aus-der-Eintracht-Klinik.html

Kid Klappergass hat gesagt…

Danke für eure Kommentare!

Gruß vom Kid

PS: Ja, das ist ein informativer und lesenswerter Artikel von Ingo Durstewitz, DeJan.

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